Er hat früh gelernt, dass Musik kein Hobby ist. Dass sie etwas rettet, formt, trägt — oder zumindest begleitet, wenn alles andere gerade im Wandel ist.
Aufgewachsen im westsibirischen Tiefland, kam er 1992 als Zehnjähriger nach Deutschland. Die Sprache war neu, die Landschaft kleiner, das Klavier blieb. Erster Gesangsunterricht, erste Bühnen, erste Preise — zweifacher Bundespreisträger bei "Jugend musiziert". Irgendwann war klar, dass das kein Umweg ist, sondern der Weg.
Er studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Theater Rostock — Pop, Weltmusik, Klassik — und schloss mit hervorragendem Diplom ab. Das Abschlusskonzert: ausschließlich eigene Songs. Kein Zufall.
Es folgten Jahre zwischen Bühne und Studio, zwischen Lehren und Suchen. Tourneen durch den Norden, eine selbst produzierte EP, eine Blues-Rock Band, Backgroundjobs, Workshops. Das Leben eines Musikers, der nicht aufhört.
2022 zog er nach Hamburg. Ein neues Kapitel, ein neuer Anfang — bewusst gewählt, nicht leichtfertig. Zuerst kam die Verantwortung, dann langsam wieder die Kunst.
2024 meldete er sich zurück. Erst mit einer Liebeserklärung — "Nur mit Dir" — die mehr Gehör fand als erwartet. Dann mit "Veteran", einem Song der ernstere Fragen stellt, abseits des Mainstreams Aufmerksamkeit erzeugte und es bis auf ein Kurzfilmfestival schaffte.
Seitdem arbeitet er. Unterrichtet, produziert, schreibt. Neue Songs entstehen im Hamburger Studio - u.a. Dünne Fäden, Platz am Fenster, Scherben. Lieder die schon lange da waren. Jetzt kommen sie raus.
